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Vom PIM zu Google Merchant Center: der Datenfluss

Vom PIM zu Google Merchant Center: PIM-Felder den Google-Attributen zuordnen, Feedfehler dem Verantwortlichen zuweisen und Labels mit Gewinn verbinden.

Von , GründerAktualisiert 6 Min. Lesezeit

Ein PIM (Produktinformationsmanagement-System) ist der Ort, an dem Ihr Team Produkttexte, Spezifikationen, Bilder und Übersetzungen pflegt. Der Weg vom PIM zum Google Merchant Center heißt: die Felder, die das PIM führt, den Produktattributen von Google zuordnen, sie über eine unterstützte Datenquelle übermitteln und prüfen, was Merchant Center tatsächlich verarbeitet.

Die meisten Feedprobleme sind Zuständigkeitsprobleme: ein Preis, den das PIM sendet, den aber der Shop festlegt, oder eine ID, die sich zwischen zwei Exporten ändert.

Welche Quelle ist für welches Feld führend?

Das System mit dem aktuellen, freigegebenen Wert. Ein PIM ist selten überall führend: Ein gepflegter Produkttext kann neben einem Preis stehen, der sich vor fünf Minuten im Shop geändert hat.

System Meist führend für Was das nächste System braucht
ERP oder Lager Kosten und Bestand Aktuelle Werte an der richtigen Variante
PIM Texte, Spezifikationen, Bilder, Übersetzungen Freigegebene Inhalte je Sprache
Shop Produktseiten, Checkout-Preis, verkaufbarer Bestand Ein Angebot, das man kaufen kann
Feed-Tool oder Anbindung Zuordnung, Transformation, Übermittlung Gültige Ausgabe mit Zeitstempel
Merchant Center Verarbeitung und Eignung Korrekte Daten und regelkonforme Seiten
Google Ads Produktauswahl und Kampagnen Geeignete Produkte und verlässliche Messung

Geben Sie jedem Verantwortlichen auch eine Aktualisierungsregel: Texte können auf die Redaktion warten, Preis und Bestand nicht.

Wie ordnen Sie PIM-Felder dem Google Merchant Center Feed zu?

Ordnen Sie die verkaufbare Variante zu, nicht das Hauptprodukt, und zwar den Attributen aus der Produktdatenspezifikation von Google:

Feld in Ihrer Quelle Google-Attribut Prüfung
Varianten-SKU id Fest und eindeutig je Variante
Hauptproduktschlüssel item_group_id Gruppiert nur echte Varianten
Freigegebener Name title Nennt die tatsächliche Variante
Produkttext description Richtige Sprachversion
Hersteller-Barcode gtin Gehört zu dieser Variante
Marke und Artikelnummer brand, mpn Werte des Herstellers
Produkt-URL link Öffnet die kaufbare Variante
Bild-URL image_link Zeigt das richtige Produkt
Checkout-Preis price Gleich wie Seite und Checkout
Verkaufbarer Bestand availability Aktueller, unterstützter Wert
Kategorien google_product_category, product_type Googles und Ihre Kategorie getrennt
Gruppierungsregel custom_label_0 bis _4 Ein Verantwortlicher je Feld

Halten Sie IDs bei einer PIM-Migration stabil, denn eine neue ID startet eine neue Produkthistorie (ID-Spezifikation). Land, Kategorie und Zustand des Produkts stellen eigene Anforderungen.

Welche Produkte brauchen GTIN, Marke und MPN?

Jedes Produkt, dem der Hersteller eine GTIN zugewiesen hat, geht mit gtin, brand und mpn an Merchant Center; ohne GTIN geben Sie Marke und MPN an. So steht es in Googles Hilfe zu eindeutigen Produktkennzeichnungen:

Produkt gtin brand mpn identifier_exists
Markenartikel mit Hersteller-Barcode Angeben Angeben Angeben Weglassen
Ersatzteil ohne GTIN Weglassen Angeben Angeben Weglassen
Eigenes Produkt ohne offizielle Marke Weglassen Ihr Shopname Selbst gewählter Code Weglassen
Einzelanfertigung ohne Kennzeichnung Weglassen Weglassen Weglassen no

Erfinden, schätzen oder kopieren Sie nie einen Code von einem ähnlichen Produkt: Google lehnt das Produkt dann ab. Tragen Sie auch keine eigene SKU in mpn ein, wenn ein anderer Hersteller das Produkt fertigt.

Von der Datenquelle zur Kampagnenentscheidung
  1. Zuständigkeit festlegenBestimmen Sie die führende Quelle für Texte, Kennzeichnungen, Preise und Bestand. Jede verkaufbare Variante erhält eine stabile ID.
  2. Felder zuordnenConnector oder Feed-Tool übersetzen freigegebene Quellwerte in Googles Attribute. Dokumentieren Sie Regeln und den Umgang mit fehlenden Werten.
  3. Verarbeitung prüfenVergleichen Sie das verarbeitete Angebot in Merchant Center mit der passenden Produktseite und dem Checkout.
  4. Produktauswahl kontrollierenPrüfen Sie die Produktgruppen oder Listing-Gruppen und ihre Labelwerte. Eine Asset-Gruppe erhält dadurch kein eigenes Kampagnenbudget.
  5. Deckungsbeitrag bewertenVergleichen Sie den Deckungsbeitrag vor Werbung mit den Werbekosten. Berücksichtigen Sie Nachfrage, Bestand und ausreichende Daten.

Die kostenlose Excel-Vorlage (auf Englisch) enthält leere und ausgefüllte Zuordnungsblätter und Gewinnformeln; dazu gibt es eine leere CSV-Zuordnung.

Wie prüfen Sie Übermittlung und verarbeitetes Produkt?

Testen Sie zuerst eine kleine Stichprobe: ein normales Produkt, eine Variante, ein ausverkauftes und ein reduziertes. Google akzeptiert Produktdatenquellen als Datei, Google-Tabelle oder über die Merchant API, und ein erfolgreicher Upload beweist nur, dass die Daten angekommen sind:

Prüfpunkt Beleg Was er auffängt
Quelle freigegeben Variante, Verantwortlicher, freigegebener Wert Nicht freigegebene Inhalte
Export Exportzeile und Erstellungszeit Eine Transformation auf alten Daten
Übermittlung Ergebnis der Übermittlung Einen Export, der Google nie erreicht hat
Verarbeitung Endgültige Attribute und Meldungen Eine Regel, die den Wert überschrieben hat
Shop Variantenseite und Checkout Ein Angebot, das vom Shop abweicht

Was unterscheidet eine primäre von einer zusätzlichen Datenquelle?

Eine primäre Datenquelle fügt Produkte hinzu und entfernt sie; eine zusätzliche Datenquelle (supplemental data source) ergänzt oder überschreibt nur Details von Produkten, die bereits in einer primären Quelle stehen. Was früher Feed hieß, nennt Google im Merchant Center heute Datenquelle.

Primäre Datenquelle Zusätzliche Datenquelle
Produkte hinzufügen oder entfernen Ja Nein
Produktattribute Liefert alle Ergänzt oder überschreibt, für bestehende IDs
Funktioniert allein Ja Nein
Typischer Inhalt Das gesamte Produktangebot Custom Labels, Titel, eine fehlende GTIN

Eine Zeile der zusätzlichen Quelle findet ihr Produkt über die ID. Halten Sie ID, Sprache und Datenquellen-Label identisch mit der primären Quelle, sonst ändert die Zeile nichts.

So pflegt ein zweites System ein einzelnes Feld, ohne den PIM-Export anzufassen: Das PIM bleibt für die Texte verantwortlich, die zusätzliche Quelle liefert das Label.

Wer behebt welchen Merchant-Center-Fehler?

Der Verantwortliche für den ersten falschen Wert. Eine Änderung im Merchant Center hält nur bis zum nächsten Update.

Symptom Erste Prüfung Verantwortlich
Falscher Text in der Quelle Freigabe und Sprache im PIM Content-Team
Quelle richtig, Exporttitel falsch Zuordnung und Transformation Feed-Manager
Export richtig, verarbeiteter Preis alt Übermittlungszeit, Quellenreihenfolge, Regeln Integrationsverantwortlicher
Variantenpreis im Checkout anders Variante, Aktion, Währung E-Commerce-Team
Ablehnung wegen Richtlinien Die genaue Meldung Händler oder Compliance

Wie werden PIM-Felder zu Labels und Gewinnentscheidungen?

Über ein reserviertes Custom-Label-Feld mit einem Verantwortlichen: Das PIM-Feld saison = winter kann zu custom_label_1 = winter werden. Google bietet fünf Custom Labels, custom_label_0 bis custom_label_4 (in der deutschen Hilfe „benutzerdefiniertes Label“), mit einem Wert je Produkt und Feld:

Feld Beispiel Verantwortlich und Zweck
custom_label_0 stars Product Metrics: freigegebenes Segment
custom_label_1 winter PIM-Zuordnung: Saison
custom_label_2 marge_hoch Margenregel: Wirtschaftlichkeit

In Shopping-Kampagnen wählen Produktgruppen nach diesem Wert aus, in Performance Max die Listing-Gruppen.

Ein Saisonlabel sagt nichts über Gewinn; dafür brauchen Sie Kosten. Drei Produkte erzielen je 100 € Umsatz ohne MwSt. bei 20 € Werbekosten, einen ROAS von 5:

Illustratives Produkt Variable Kosten Deckungsbeitragsquote Break-even-ROAS Übrig nach 20 € Werbung
Produkt A 80,00 € 20 % 5 0,00 €
Produkt B 65,00 € 35 % 2,86 15,00 €
Produkt C 50,00 € 50 % 2 30,00 €
Balkendiagramm des POAS dreier Produkte mit demselben ROAS von 5, Beispieldaten: Produkt A mit 20 % Marge 1,0, Produkt B mit 35 % 1,75 und Produkt C mit 50 % 2,5; ein POAS von 1 deckt nur die Werbekosten.
Bei 100 € Nettoumsatz und 20 € Werbekosten deckt eine Deckungsbeitragsquote von 20 % nur die Werbung. Bei 50 % bleiben 30 € nach Werbung.Quelle: Illustrative Daten. POAS = Umsatz ohne MwSt. × Deckungsbeitragsquote vor Werbung ÷ Werbekosten.
Daten anzeigen
Derselbe ROAS von 5 führt zu drei unterschiedlichen POAS-Werten
Produkt und DeckungsbeitragsquotePOAS
Produkt A (20 %)1
Produkt B (35 %)1,75
Produkt C (50 %)2,5

Der ROAS-Rechner berechnet den Break-even je Produkt; weitere Rechner, etwa für den Deckungsbeitrag, finden Sie unter Tools.

POAS vs ROAS erklärt die Gewinnsicht. Product Segmentation (auf Englisch) teilt jedes Produkt nach Anzeigenklicks und ROAS oder POAS ein und schreibt nur die Labels, die Sie freigeben.

Das Segment landet standardmäßig in custom_label_0 (ein anderes freies Feld geht auch), über eine zusätzliche Datenquelle, die Sie selbst im Merchant Center hinzufügen. Ihre primäre Datenquelle bleibt unverändert, und über das Label geben Sie Produkten in Ihren Kampagnen eine höhere oder niedrigere Priorität.

Brauchen Sie ein PIM für Google Shopping?

Nur wenn die Pflege der Produktinformationen der Engpass ist. Ein PIM ersetzt weder einen fehlenden Verantwortlichen noch eine Kampagne, die Labels ignoriert.

Ihre Lage Anfangen mit Wann ein PIM hilft
Ein Shop, verlässliche Produktdaten Der Plattform-Anbindung Wenn die Content-Arbeit darüber hinauswächst
Viele Lieferanten mit widersprüchlichen Daten Gemeinsamen Felddefinitionen Wenn zentrale Anreicherung wiederholte Korrekturen spart
Mehrere Länder oder Sprachen Lokalisierten Inhalten Wenn Teams kontrollierte Versionen brauchen
Guter Feed, schwacher Werbegewinn Kosten und Ergebnissen je Produkt Gar nicht: Das ist eine Gewinnfrage

Fragen Sie vor der Wahl einer Anbindung, wer sie pflegt, welche Varianten und Märkte sie unterstützt, wie schnell Änderungen ankommen und wo fehlgeschlagene Updates sichtbar werden. Testen Sie die Antworten an derselben Stichprobe.

Wie verbinden Sie Pimcore mit Google Shopping?

Pimcore verbinden Sie über einen Dateiexport oder ein Feed-Tool mit Merchant Center. Die Pimcore-Erweiterung Datahub File Export schreibt Produktdaten als CSV-, XML- oder JSON-Datei und liefert sie unter anderem per SFTP oder als Download-URL aus.

Merchant Center nimmt Textdateien mit Tabulatoren (.txt, .tsv) und XML-Dateien wie RSS 2.0 oder Atom 1.0 an (Dateiformate). Eine CSV- oder JSON-Datei aus Pimcore muss also erst umgewandelt werden, etwa von einem Feed-Tool; eine XML-Datei muss Googles Struktur folgen.

Fazit

Ein Feed ist so verlässlich wie sein am schlechtesten gepflegtes Feld; die meiste Feuerwehrarbeit im Merchant Center endet, sobald jedes Attribut einen Namen daneben hat.

Füllen Sie die Spalte für Verantwortliche in der Vorlage aus, verfolgen Sie Ihre vier Stichprobenprodukte von Anfang bis Ende und prüfen Sie sie nach dem nächsten geplanten Update erneut.

Geschrieben von

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Häufig gestellte Fragen.

Kann ein PIM direkt mit Merchant Center verbunden werden?

Manche PIM-Anbieter haben eine Merchant-Center-Anbindung, andere exportieren an ein Feed-Tool. Beide Wege enden in einer Datenquelle im Merchant Center: einer Datei, einer Google-Tabelle oder einer Verbindung über die Merchant API.

Warum zeigt Merchant Center einen alten Preis?

Verfolgen Sie dieselbe Variante durch Quelle, Export, Übermittlungszeit und verarbeitetes Produkt. Ein veralteter Export, eine fehlgeschlagene Übermittlung oder eine Regel, die den Wert überschreibt, kann einen alten Preis stehen lassen.

Ändern benutzerdefinierte Labels automatisch mein Kampagnenbudget?

Nein. Labels gruppieren Produkte; erst wenn Produktgruppen oder Listing-Gruppen sie nutzen, ändern sie die Auswahl. Ein Label schafft kein eigenes Budget und kein eigenes Ziel.

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Prüfen Sie zuerst ein Produkt: Berechnen Sie den Break-even-ROAS im ROAS-Rechner. Sehen Sie danach, wo alle Ihre Produkte stehen.

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